Am 6. Februar 2026 fand eine Veranstaltung der ESN-Fraktion in Hamm im Europasaal mit René Aust, Mitglied des Europäischen Parlaments statt, Wir durften Herrn Rene Aust zu einem hochinformativen und eindrucksvollen Vortragsabend begrüßen. Nach der souveränen Anmoderation durch Pierre Jung gewährte René Aust den zahlreich erschienenen Gästen einen fundierten Einblick in die politische Arbeit der AfD im Europäischen Parlament sowie in aktuelle europapolitische Entwicklungen.

 

Mercosur: AfD gibt den Ausschlag

Im Mittelpunkt des Vortrags stand das geplante Mercosur-Abkommen zwischen der EU und mehreren südamerikanischen Staaten. René Aust machte deutlich, dass die AfD-Delegation gemeinsam mit der neuen Fraktion Europe of Sovereign Nations (ESN) im Europäischen Parlament eine entscheidende Rolle spielte: Mit einem knappen Stimmenvorsprung wurde erreicht, dass das Abkommen vor einer endgültigen Umsetzung zunächst dem Europäischen Gerichtshof zur rechtlichen Prüfung vorgelegt wird.

Diese Entscheidung sei aus drei Gründen von zentraler Bedeutung:

  • Verbraucherschutz: Produkte, die unter in der EU verbotenen Produktionsbedingungen hergestellt werden, dürfen nicht unkontrolliert auf den europäischen Markt gelangen.
  • Schutz der Landwirtschaft: Europäische Landwirte dürfen nicht durch unfairen Wettbewerb benachteiligt werden.
  • Rechtssicherheit für Industrie und Wirtschaft: Verlässliche Investitionsbedingungen sind nur auf einer soliden juristischen Grundlage möglich.

Damit, so Aust, habe die AfD gezeigt, dass sie auf europäischer Ebene konkret Verantwortung übernimmt und politische Weichenstellungen aktiv beeinflusst.

Die ESN-Fraktion: Handlungsfähigkeit im EU-Parlament

René Aust erläuterte anschließend die Bedeutung der neu gegründeten ESN-Fraktion. Anders als in nationalen Parlamenten sei politische Arbeit im EU-Parlament ohne Fraktionszugehörigkeit faktisch kaum möglich. In rekordverdächtig kurzer Zeit gelang es nach der Europawahl 2024, gemeinsam mit Partnerparteien aus mehreren europäischen Ländern eine eigene Fraktion zu gründen – ein organisatorischer Kraftakt, der die Handlungsfähigkeit der AfD entscheidend stärkte.

Die ESN steht für ein Europa souveräner Nationen, für Zusammenarbeit dort, wo sie sinnvoll ist, und gegen eine zunehmende Zentralisierung und Fremdbestimmung aus Brüssel.

Konkrete politische Erfolge

Anhand mehrerer Beispiele zeigte René Aust, dass die veränderten Mehrheitsverhältnisse im EU-Parlament bereits spürbare Auswirkungen haben:

  • Erstmals wurden AfD-Anträge im Europäischen Parlament angenommen, unter anderem zur Stärkung der EU-Außengrenzen.
  • Bei der Vergabe des Sacharow-Preises konnte ein linksgrüner Automatismus durchbrochen werden.
  • Gemeinsame Initiativen zur Aufarbeitung der Corona-Politik sowie zur Aufdeckung undokumentierter NGO-Finanzierungen wurden angestoßen.

Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass patriotische Kräfte auf europäischer Ebene zunehmend Einfluss gewinnen.

Souveränität als Voraussetzung für Freiheit

Ein zentrales Thema des Abends war die Frage der staatlichen Souveränität. René Aust kritisierte die wachsende Abhängigkeit Europas – insbesondere Deutschlands – von den Vereinigten Staaten, etwa in den Bereichen Sicherheit, Geheimdienstarbeit und Schutz internationaler Handelswege. Eine glaubwürdige Friedens- und Sicherheitspolitik setze voraus, dass Staaten in der Lage sind, ihre Interessen eigenständig zu vertreten und durchzusetzen.

Auch Beispiele aus anderen EU-Ländern, etwa Bulgarien, zeigten laut Aust, wie weit sich die EU-Institutionen mittlerweile vom Willen der Bevölkerung entfernt hätten.

Austausch mit dem Publikum

Im Anschluss an den Vortrag nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit zu Fragen und Diskussionen. Es entwickelte sich ein lebhafter Austausch über Fraktionszusammenarbeit im EU-Parlament, strategische Perspektiven patriotischer Parteien sowie die weitere politische Entwicklung in Deutschland und Europa.

Fazit

Der Abend machte deutlich: Die AfD wirkt – auch auf europäischer Ebene. René Aust überzeugte mit klaren Positionen, konkreten Erfolgen und einem realistischen Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Die Veranstaltung endete mit großem Applaus und dem Dank an René Aust für seinen Besuch und den offenen Dialog.